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Azubiaustausch im Allgäu

22.08.2020, Samstag von Johanna Stockreiter

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Vom 27. Juli bis zum 7. Juli 2020 absolvierte ich einen Azubiaustausch bei der Firma Haas in Roggenzell, bei Wangen. Ich habe mich bereits Sonntagabend mit Helmut Haas getroffen, der mich sofort freundlich empfangen und mir eine kleine Führung durch den Betrieb gegeben hat.

Somit hatte ich bereits am ersten Arbeitstag einen groben Überblick. Im Anschluss zeigte er mir meine kleine Wohnung in der ich die zwei Wochen verbringen durfte. Dieses kleine Appartement wurde von Helmut Haas organisiert. Ein sehr ländlich gelegenes, charmantes Haus, in dem man jeden Morgen mit dem Geläut der Kuhglocken aufwachte.

Bereits am ersten Tag ging es früh los. Um 6:15 Uhr erfolgte eine kleine Ansprache von Helmut Haas. Dort wurden zwei neue Mitarbeiter vorgestellt, aber auch ich. Wir bekamen als Willkommensgeschenk eine Trinkflasche und einen Kaffeebecher auf denen mein Name vermerkt war. Ich wurde anschließend dem Vorarbeiter vorgestellt, mit dem ich meinen ersten Tag verbringen würde und folgte ihm zum Wagen. Wir haben alle Werkzeuge die wir brauchten aus dem „Grünpflege-Gehege“ geholt und sind zur Baustelle gefahren – ein sehr schönes Anwesen in Nonnenhorn, direkt am Bodensee. Dort schnitten wir die Hecken, jäteten Unkraut und haben einen Remontier-schnitt durchgeführt. Die Mitarbeiter waren sofort sehr nett und redselig und haben mich super freundlich aufgenommen.

Es wurde sehr darauf geachtet, dass ich in den zwei Wochen viel von der Firma und den Baustellen sehen konnte. Zum Beispiel durfte ich noch beim Pflastern des Hofes einer riesigen Stadtvilla helfen. Natürlich nur Naturstein und das allerfeinste. Mit solchen Materialien zu arbeiten war eine wirklich tolle Erfahrung. Außerdem wurde ich einen Nachmittag von einem Planer aus dem Büro mitgenommen um die Verdichtung von Schotter zu messen und damit ich eine Großbaustelle auf der Insel in Lindau besichtigen konnte, dort wird im nächsten Jahr die Landesgartenschau stattfinden und Firma Haas hat dort Spielgeräte und Wege gebaut.

Eine weitere tolle Baustelle war die Dachbegrünung bei der ich zwei mal dabei sein durfte. Obwohl das mit zu den Aufgabenbereichen eines GaLa-Bauers gehört, sind relativ wenige Firmen darauf spezialisiert. Bei der Firma Haas ist eine eigene Kolonne täglich unterwegs um Dachflächen zu begrünen. Selbstverständlich mit eigenem LKW und Kran, der die Materialien auf das Dach heben kann. Mir wurde alles ausführlich erklärt und auf jede dümmste Frage gab es eine gute Antwort.

In der zweiten Woche haben die Azubis und Ausbilder extra mit mir eine Aktion gemacht. Wir sind nach Feierabend nach Bregenz gefahren um dort auf den Pfänder hoch zu laufen. Oben angekommen hatten wir einen wahnsinnig schönen Ausblick über den gesamten Bodensee und wurden vom Chef auf ein Gipfelbier und Käsespätzle eingeladen. Der Abgang war dann erst mit einem traumhaften Sonnenuntergang und im Waldstück dann im Schein der Taschenlampe. Dieser Ausflug war ein absolutes Highlight, auch wenn danach alle fix und fertig ins Bett gefallen sind.

Die Tage dort waren zwar immer sehr lang, da die Mitarbeiter im Sommer generell sehr lange Arbeitszeiten haben, aber zudem noch Überstunden aufbauen müssen und oftmals sehr lange zu ihren Baustellen fahren müssen, aber ich habe die Zeit absolut genossen.

An meinem letzten Tag, was auch der letzte Tag für die Mitarbeiter war, bedankte sich der Chef für die gute Arbeit und als Dankeschön gab es für jeden noch ein Präsent: Eine Sonnenbrille und ein „Brotzeit-Brett´l“ für unterwegs.

Alles in allem war es eine wahnsinnig schöne Zeit im Allgäu. Neben den vielen Erfahrungen, die ich für mein Berufsleben mitnehmen konnte, habe ich auch eine Menge toller Leute kennengelernt und Freundschaften geschlossen.

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